Die 10 km unter einer Stunde schaffen: 10 Lauf(einsteiger)-Tipps

10 Tipps fürs Laufen:

So schaffst Du die 10 Kilometer unter einer Stunde

Mit dem Auto oder Fahrrad – kein Problem! Aber wie sieht’s auf zwei Beinen aus? Wer schon einmal einen 10 Kilometer Lauf absolviert hat weiß: Das ist was anderes als ein 5 Kilometer Volkslauf. Nicht nur seitens des Trainings, sondern auch mental. Wie teile ich mir die Strecke am besten ein? Laufe ich in der Ebene oder gibt es Steigungen? Wie bereite ich mich am besten vor? Mit unseren 10 Tipps für Laufeinsteiger und Wiedereinsteiger kommst Du nicht einfach nur über die Distanz, sondern hast auch die besten Voraussetzungen unter einer Stunde zu bleiben.

1. Tipp: Gesundheits-Check-up

Über allem steht Deine eigene Gesundheit. Das Training wird mehr oder weniger anstrengend für Herz-Kreislauf-System, aktiven Bewegungsapparat (Muskeln, Sehnen) und den passiven Bewegungs- und Stützapparat (Skelett, Gelenke, Knorpel). Um hier vorab Einschränkungen oder Risiken aufzudecken und diese im Training berücksichtigen zu können, ist in jedem Fall ein Gesundheits- und Belastungs-Check-up beim Hausarzt zu empfehlen. Danach kann’s losgehen.

2. Tipp: Das Ziel definiert den Weg

Wie Du dich nun auf die 10 km unter 60 Min vorbereitest hängt primär davon ab, welche Zielzeit Du erreichen möchtest und auf welchem aktuellen Leistungsstand Du dich befindest. Denn: Je schneller Du laufen möchtest, desto länger wird die Vorbereitung in der Regel sein. Läufst Du die 10 km beispielsweise derzeit in 1:15 Std. sollte eine Vorbereitungszeit von circa 3 Monaten für eine Zielzeit von etwa 0:55 Std. ausreichend sein. Von Diesem Beispiel gehen wir hier einmal aus.
 
Laufreise
Laufen im Süden – in Marbella kannst du dich auf deine tolle Strandpromenade freuen

3. Tipp: Der Weg ist das Ziel

Das Ziel ist nun gesetzt. Wie geht’s weiter? Jetzt erstellst Du dir einen 3-Monats-Trainingsplan in den folgenden Abstufungen:
 
1. Grobstruktur (Beispiel):
a. Woche 1-5: Grundlagenausdauer und Technikschulung (GA 1 zur Verbesserung der Stoffwechselsituation, Aufbau von Mitochondrien und richtigen Laufhaltung/-technik)
b. Woche 6-10: Mix aus GA 1 und GA 2 (Hinzunahme intensiverer anaerobe Belastungen und Training an der Aerob-anaeroben Schwelle zur Verbesserung der max. Sauerstoffaufnahme im Blut; Ziel: Verbesserung und Stabilisierung der Leistung bei höheren Geschwindigkeiten)
c. Woche 11-12: Zu Beginn evtl. Testlauf; Konservierung und Stabilisierung der Form für den Wettkampf sowie Regenerationstrainings.
 
2. Wochenstruktur (Beispiel):
a. Woche 1-5: optimal wären hier 3-4 Einheiten je Woche; Dauerläufe je nach Leistungslevel beginnend mit 30 oder 45 Min (mittlere Belastung, Trainingszielpuls180 minus Lebensalter +/- 5 Schläge), jeweils 1 Tag Pause zwischen den Einheiten
b. Woche 6-10: Steigerung der Dauerläufe auf 45-60 Min bei gleicher Intensität; Die vierte bzw. dritte Einheit der Woche sollte ein langsamer Dauerlauf von 13-15 km sein (Puls ca. 180 minus Lebensalter minus 10 Schläge); Ab Woche 7: Hinzunahme von Intervallläufen und Fahrtspielläufen (Bsp. 50 Min: 10 Min Einlaufen, dann 10 x 2 Min Intervalle jeweils im Wechsel 5 x anstrengend und 5 x mittel bis locker – ohne Pausen!)
c. Woche 11-12: Anfangs z.B. ein Überdistanz-Testlauf (11 km) mit langsamem Regenerationslauf tags darauf; 45-60 Min Dauerläufe

4. Tipp: Trainiere clever

Mit einer Laufuhr kannst du beispielsweise Deine Durchgangszeiten je Kilometer einstellen und mittels GPS-Tracking deren Erreichung immer zeitnah sehen und ggf. Deine aktuelle Geschwindigkeit anpassen. Dadurch bekommst Du in Kombination mit deinem empfundenen Belastungslevel ein immer Besseres Tempoempfinden.

5. Tipp: Die richtige Atmung und Lauftechnik

Seitenstechen, Achillessehnenprobleme und Co. sind typische Beschwerden die einen Läufer treffen können. Beuge hier präventiv vor indem Du direkt von Anfang an einen gleichmäßigen Atemrhythmus trainierst. Nur dann ist deine Muskulatur bestmöglich mit Sauerstoff versorgt und dein Körper arbeitet im „Flow“. Außerdem solltest Du auch immer deine Lauftechnik beachten (Abrollen über Mittel-/Vorderfuß, stabile Hüfte, ökonomischer Armeinsatz etc.). Tipp: Eine Laufbandanalyse zur Feststellung von Fehlhaltungen; Training in einer Gruppe mit erfahreneren LäuferInnen oder in einer Mannschaft mit einem ausgebildeten Trainer helfen hier sehr.

6. Tipp: Variiere dein Training

Nur Dauerläufe über die Wettkampfdistanz sind trainingswissenschaftlich nicht so effizient wie ein bewusster Mix verschiedener Methoden. Für einen 10 km Lauf ist beispielsweise eine Mischung aus regelmäßigem Grundlagenausdauer- und Intervall-/Fahrtspiel-Training mit unterschiedlichen Belastungsreizen/-intensitäten zielführender. Erst hierdurch kann eine gewisse Tempohärte geschaffen und stabilisiert werden. Bestenfalls besteht die Wettkampfvorbereitung je nach zeitlichem Vorlauf auch aus ergänzenden ausgleichenden Maßnahmen (bspw. Radfahren, Schwimmen, um andere Reize zu setzten und zu regenerieren oder auch funktionelles Training zur Stabilisierung der regelmäßig stark beanspruchten Strukturen).

7. Tipp: Core-Training!

Die besten Läufer haben vor allem eins: eine gute Rumpfstabilität. Diese Erkenntnis ist nicht neu und gilt auch nicht exklusiv für den Laufsport. Insbesondere im Alltag ist eine gute Rumpfmuskulatur und -stabilität sehr wichtig für Stütz- und Schutzfunktionen. Dem Läufer hilft eine leistungsfähige Rumpfmuskulatur beispielsweise Stöße auf die Bandscheiben abzufedern, hohem Verschleiß der Hüftgelenke vorzubeugen und die Schrittlänge zu vergrößern bzw. konstant groß zu halten.

8. Tipp: Deine 7-Meilen-Stiefel

Unser Körper gewöhnt sich früher oder später an die an ihn gestellte Belastung. Genau das ist aber auch sein größter Feind, wenn es um eine konstante Leistungssteigerung geht. Hier hilft es nicht nur durch andere Trainingsmethoden neue Reize und Impulse zu setzen, sondern auch in Sachen Material. Bei 3-4 Mal Lauftraining pro Woche trainierst du bestenfalls mit zwei paar Laufschuhen, um deinem Körper gar nicht zu viel Routine zu gönnen. Es lohnt sich!
Schuhe wechseln (Reize variieren, Haltung und Technik schulen)

9. Tipp: Richtige Regeneration

Das beste Training und die beste Funktionskleidung bringt nichts, wenn die Regeneration nicht (ausreichend) geben ist! Zur Regeneration gehören nicht nur die Pausen zwischen den Trainingseinheiten, sondern auch die Ernährungsweise (vor allem der Flüssigkeitshaushalt) sowie ein Dehntraining. Deine Ernährung sollte einen ausgewogenen Mix aus Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten enthalten und hauptsächlich pflanzlich basiert sein (Vitamin- und Mineralstoffreichtum!). In Kombination mit einem moderaten Dehnprogramm, z. B. nach einer Trainingseinheit, unterstützt Du effektiv deine Regenerationszeit und ziehst ein Maximum an Leistungszuwachs aus deinen hart erkämpften Laufkilometern.

10. Tipp: Laufe DEIN Tempo

Am Wettkampftag kommt es nicht darauf an als Schnelle(r) loszurennen. Oft überschätzt man sich sonst und bricht auf halber Strecke leistungstechnisch ein. Besser: konstantes, mittelhohes Tempo Kilometer für Kilometer laufen. Vom Start weg. Bei 0:55 Std. für 10 km wären das ein 5:30 Min/km.
 
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Dominic Krutz

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